Neue Schule, neue Herausforderungen

Das Eingewöhnen an einer weiterführenden Schule ist für jedes Kind ein aufregender und ungewohnter Prozess. Nicht nur die neuen Schüler und potentiellen Freunde, auch der Stundenplan und dessen Umfang können stark von dem bekannten Alltag der Grundschule abweichen. Es gibt eine Vielzahl an Kriterien, an welche sich die Kinder gewöhnen müssen und die zu einem schwierigen Einstieg in den neuen Lebensabschnitt führen können. Doch insbesondere durch Beistand und Hilfe durch die Eltern werden anfängliche Hürden schnell überwunden.

Der folgende Text bietet einige hilfreiche Tipps für die weiterführende Schule.

 

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Mit Freunden lebt es sich einfacher

In der neuen Schule finden sich die Kinder in einer meist vollkommen fremden Sozialstruktur wieder. Es werden viele neue Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen. Bei einigen introvertierten Kindern kann es zu Überwindungsproblemen kommen. Selbst wenn es länger dauert, sich in der neuen Klasse zurechtzufinden, sollte dem Kind Zeit gelassen werden. Es hilft meist, wenn es durch die Familie ermutigt und unterstützt wird.

Das soziale Umfeld beeinflusst das Konzentrationsvermögen und somit den Lernerfolg des Kindes. Solange es sich in seiner Klasse nicht wohlfühlt, fällt das Lernen meist schwieriger und die Gedanken hängen anderswo. An Emotionen geknüpfte Informationen bleiben dem Gedächtnis länger und intensiver erhalten, sodass soziale Sorgen dem Lernstoff entgegenwirken könnten. Deshalb – und auch um eine harmonische Klassenatmosphäre zu generieren – helfen auch die Lehrer in den ersten Wochen, sodass sich die Kinder durch Kennlernspiele und Gruppenarbeiten besser kennenlernen können.

 

Nicht den Faden verlieren

Bei all den aufregenden Veränderungen und neuen Leuten darf jedoch nicht das eigentliche Ziel außer Acht gelassen werden. Die Schüler müssen sich möglichst früh an die gehobenen Anforderungen anpassen, denn sonst festigt sich eine Gemütshaltung, welche die steigenden Ansprüche der folgenden Klassenstufen nicht vertragen wird.

Stattdessen sollte eine entspannte, aber hinreichend disziplinäre Lernhaltung geschaffen werden. Hierbei sollten auch die Eltern darauf achten, dass das Kind Unterstützung bekommt und sich genug mit dem Gelernten auseinandersetzt. Regelmäßiges gemeinsames Durchgehen des neuen Stoffes kann zu dessen Festigung beitragen.

Zudem ist es wichtig, dass das Kind nicht verstandene Inhalte erklärt bekommt, beziehungsweise sich rechtzeitig Hilfe sucht.

Hierbei ist besonders das vollständige Erledigen der Hausaufgaben verpflichtend. Nur durch praktische Anwendung können Fähigkeiten ausarbeitet und Probleme rechtzeitig erkannt werden. Bei schwerfallenden Fächern ist es ratsam, über die Hausaufgaben hinauszuarbeiten, um alle Probleme gänzlich zu beseitigen und auf den gleichen Lernstand zu gelangen wie die Mitschüler.

 

Keine Panik bei fallenden Noten

Der Start auf der neuen Schule kann aus unterschiedlichen Gründen schwerfallen und Auswirkungen auf die Noten sind manchmal geradezu unvermeidlich. Besonders wenn der Standard der Grundschule bei Einsen und Zweien in allen Fächern lag, kann es, sowohl das Kind, als auch die Eltern, erschrecken, wenn plötzlich eine Vier oder Fünf empfangen wird.

Bei einem solchen Fall sollte ruhig und verständnisvoll reagiert werden.

Gemeinsames Lernen und das ausführliche Besprechen von Fragen helfen dem Kind, den problematischen Stoff in eigenem Tempo und mit persönlicher Widmung nachzuholen.

Es kann auch beim Lehrer angerufen und nach seiner professionellen Meinung gebeten werden. Was hat das Kind noch nicht verstanden? Was empfiehlt er, um wieder auf eine bessere Note hinzuarbeiten? Kann er eventuell Extraaufgaben austeilen?

Mithilfe der Einschätzung und Hilfe des Lehrers ist es, gerade in der Anfangsphase, noch möglich, das Kind wieder auf den aktuell geforderten Wissenstand zu bringen. Eine schlechte Note bedeutet noch lange nicht das Aus für die Schulkarriere und kann gut als Ansporn für eine zukünftig verstärkte Nacharbeit des Stoffes angesehen werden.

 

Der Weg zur Selbstständigkeit

Obwohl dem Kind besonders zu Beginn des neuen Schulabschnittes immer eine Hilfe zur Seite stehen sollte, muss im Hinterkopf behalten werden, dass es das Ziel ist, Kompetenzen des selbstständigen Handelns zu entwickeln. Selbst beim gemeinsamen Lernen können die Eltern das Kind darin fördern, Sachzusammenhänge eigens zu formulieren.

Bevor die Hilfe der Eltern überhaupt angeboten wird, sollte das Kind versuchen, Hausaufgaben selbstständig zu lösen. Bei Problemen können die Eltern um Rat gefragt werden. Dennoch sollte vermieden werden, komplette Lösungen einfach vorzusagen. Alternativ kann dem Kind durch gezielte Fragen und etappenweises Erklären die Antwort nähergebracht werden.

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