Stiller Reflux: Nicht erkannte Krankheit sorgt für Krankheitstage

Haben Sie schonmal was vom Reflux gehört? Es kommt dabei zu starkem Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden. Das ist an sich richtig, aber es gibt noch eine Kehrseite: Den stillen Reflux. Betroffene merken von der Erkrankung nichts. Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass sie darunter leiden — die Folgen sind jedoch verheerend. In unserer Realschule Blaustein kommt es daher oft zu Fehltagen.

Was ist ein stiller Reflux?

An sich ist ein Reflux sehr einfach erklärt: Es handelt sich um den Rückfluss des Speisebreis mitsamt seiner aggressiven Magensäure vom Magen in die Speiseröhre. Der Grund dafür ist die übermäßige Produktion von Magensäure.

Das ist ein großes Problem. Es gibt keinen natürlichen Schutz für die Schleimhäute. Sie sind der Magensäure schonungslos ausgesetzt — hieraus entstehen Schmerzen und Entzündungen. Eine Spätfolge, sofern die Krankheit unbehandelt bleibt, ist sogar Krebs.

Ein stiller Reflux ist nicht durch ein klassisches Sodbrennen zu erkennen. Ebenfalls sind die daraus resultierenden Symptome nicht einzig hierauf zu definieren.

Diese Beschwerden und Risiken entstehen

Anfangs klingt das gar nicht so unschön: Sodbrennen und man bekommt davon gar nichts mit? Das ist doch super, denn Sodbrennen ist nicht gerade angenehm. Unter näherer Betrachtung wird jedoch allen klar, dass das kein Spaß ist — Folgeerkrankungen haben zusätzlich ein leichtes Spiel. Folgende Beschwerden könnten eintreten:

  • Schluckbeschwerden
  • Vernarbung (und damit einhergehende Verengung in der Speiseröhre)
  • Geschwüre
  • Blutungen
  • Speiseröhrenentzündung

Im schlimmsten Falle könnte sogar Speiseröhrenkrebs entstehen. Das könnte als Spätfolge eintreten, wenn diese Krankheit nicht behandelt wird. Regelmäßige Kontrollen sollten daher unbedingt stattfinden.

Achtsamkeit ist geboten, insofern bereits Probleme mit Sodbrennen bestehen oder bestanden haben. Eine Neigung zu Reflux kann auch in der Familie liegen und ist an sich gar nicht so selten. Ein stiller Reflux ist für den Körper eine Belastung mit weitreichenden Folgen. Einige Beschwerden können aber auch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein und können sogar chronisch werden. Damit ist zum Beispiel gemeint:

  • Halsschmerzen
  • Heiserkeit
  • Husten
  • Häufiges Räuspern
  • Übelkeit
  • Kehlkopfentzündung
  • Asthma

Sollten diese Symptome auffallend oft entstehen, dann sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Er kann mittels einfacher Tests feststellen, ob Sie unter einen stellen Reflux leiden oder ob eine andere Ursache dahintersteckt.

LPR-Behandlung

Eine Behandlung erfolgt über ein Medikament. Es gibt auch natürliche Mittel, diese sind aber in der Regel nicht so erfolgsversprechend. Ein Arzt kann Sie hierüber jedoch am besten aufklären. An sich wird immer viel Zeit benötigt um die anderen Symptome zu entfernen beziehungsweise zu beheben. Das Gewebe benötigt eben Zeit, um sich zu erholen.

Ein Professor, welcher Experte zum Thema LPR ist, hat in einem Interview geschildert, dass es keine magische Pille zu dieser Krankheit gibt. Hinsichtlich einer LPR-Behanldung gibt es leider viele Fehlinformationen — auch bei Ärzten.

Ebenfalls scheint die Krankheit noch nicht vollends untersucht zu sein. So weiß die moderne Medizin noch nicht, ob eine chronische Entzündung nach Abheilung des Reflux wieder verschwindet. Symptome können aber eine sehr lange Zeit anhalten, selbst wenn der Reflux auch operativ gestoppt wurde.

Antireflux-Operationen haben jedoch einen großen positiven Einfluss auf die Lebensqualität des jeweiligen Patienten. Allerdings kommt die Krankheit in der Regel in zwei bis fünf Jahren wieder zurück. Eine Operation ist an sich eine gute Möglichkeit, aber eben keine langfristige Option.

Fazit

Es ist sehr wichtig, dass Ihr Kind hierauf untersucht wird. Ansonsten bleibt der stille Reflux über Jahre hinweg — ganz zum Nachteil seiner oder ihrer Gesundheit.